they call it dance. i call it life.

»Man muss das Leben Tanzen« sagte bereits Friedrich Nietzsche. Der Tanz ist die ursprünglichste Weise sich auszudrücken, um Emotionen und Gefühle vollkommen zu entfalten. Als universelle Sprache verbindet Tanzen Menschen verschiedener Kulturen emotional auf einer tiefen Ebene.

In der Fotoreportage von Nora Schwarz verkörpern starke
Frauen ihre Liebe zum Tanz. Die Tanzbranche verlangt ein hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen und bringt Unsicherheiten und Rückschläge mit sich. Trotz alledem halten diese Tänzerinnen an ihrer Profession fest und ihr Weg führt sie immer wieder dorthin zurück. Tanzen ist ein wichtiger Teil ihrer Identität. Wenn sie sich zur Musik bewegen, öffnet sich der eigene Körper einem inneren Erleben. Tanzen verleiht ihnen Kraft, Energie, Selbstbewusstsein und ist Erholung für die Seele. Jede dieser Frauen hat ihre eigene tänzerische Handschrift und ihren eigenen Ausdruck entwickelt. Diese verändern sich weiterhin mit zunehmender Selbstsicherheit.

Während sich die Tänzerinnen vor der Kamera bewegen, sind sie vollkommen bei sich selbst und im gegenwärtigen Moment. Die Bilder zeigen auf sich fokussierte, selbstsichere und sehr positiv gestimmte Frauen, die sich durch das Tanzen verwandeln und voller Leidenschaft sind. Beim Tanzen sind sie Zuhause.

 

»Während meiner Tanzausbildung in New York hat sich alles ums Tanzen gedreht. Die Ausbildung ist hart! Die Lehrer waren teilweise sehr fies, der Druck sehr groß. Es ist nicht alles wunderschön. Aber das Gefühl beim Tanzen war Freiheit und Freude. Eine Freude, wie wenn du sehr stark verliebt bist. Das Gefühl mit meinem Körper vor Glück zu schreien.«

»Ich habe von einer Tanzkombination aus dem Training Gänsehaut bekommen und wollte das Gefühl immer wieder haben. Das ist unbeschreiblich!«

»In den letzten Jahren lernte ich zunehmend mich und meinen Körper wahrzunehmen und allem was ich spürte Raum zu geben. Ich lernte die eigene Stimme wahrzunehmen und mich zu befreien. Durch die Bewegung zur Musik zeige und teile ich meine Emotionen und stehe zu diesen.«

»Durch die Verbundenheit und ständige Berührung mit anderen Menschen und deren Körpern werden Energien geteilt. Auf diese Weise gehen viele Ängste weg.«

»Durch das Tanztraining spüre ich eine richtige Tiefenmuskulatur, was emotional viel mit mir macht. Ich weiß, da ist eine innere Stabilität, der ich vertrauen kann und die einfach da ist.«

»Ich bin eigentlich eine zurückhaltende Person, aber auf der Bühne bin ich stark und ich kann mich anders als durch Worte auszudrücken.«

»Beim Tanzen öffnen sich viele Tore zu mir selbst und ich erfahre jeden Tag für mich etwas Neues. Ich habe viele Wow-Momente. Außerdem erfahre ich eine ganz neue Verbundenheit und Nähe zu anderen Menschen.«

»Ich habe immer irgendwie Zweifel. Die Zukunft kann man nicht planen. Am Ende muss ich auf jeder Audition mein Bestes geben und hoffen, dass die mich gut finden. Jeden Tag beim Training muss ich mein Bestes geben, damit ich am Ende gut genug bin. «

»Ich habe oft das Gefühl, dass ich mehr ich selbst bin, wenn ich tanze. Was in mir ist, kommt raus und kann nicht mehr unterdrückt werden. Je nach emotionalem Zustand tanzt man auch anders. Manchmal merke ich auch erst beim Tanzen, ob es mir wirklich gut oder schlecht geht. Außerhalb vom Tanzen, bin ich ein sehr kontrollierter Mensch und nach außen immer gut drauf. Beim Tanzen kann ich das nicht mehr fälschen. «

»Immer die Antwort von meinem Körper auf Musik, der Wille und der Wunsch nach Ausdruck, nicht nur durch die Sprache. Ich habe das Gefühl, durch den Körper habe ich eine Stimme.«

»Ich bin hungrig nach Tanz und nach Wissen über den Körper. Ich will noch mehr Erfahrungen sammeln und werde nicht satt davon. Das treibt mich immer weiter. Mein Herz, mein Körper, alles lenkt mich zum Tanz.«

»Oft fällt es mir schwer Dinge in Worte zu fassen. Tanz ist meine Sprache, mit der ich Gedanken und Absichten auszudrücken kann. Ohne Tanzen komme ich nicht mehr aus.«

»Als ich eines Tages anderen Tänzern zuschaute, weinte ich und spürte, dass ich mich schon lange in den Tanz verliebt hatte. Ich wollte eine von ihnen werden.«

»Als ich aufgrund meiner Rückenverletzung lange Zeit nicht tanzen konnte, merkte ich, dass sich ein wichtiger Teil von mir trennte.«

»Ich kann nicht ohne Tanz, ich habe es schon mehrmals versucht. Ich hatte jedes Mal das Gefühl, dass ein Stück von mir fehlt und ich damit meine Seele zerstöre. Das gehört mit zu mir, das ist ein Teil von mir.«

»Immer wenn ich auf der Bühne stehe und das Licht angeht, vergesse ich meine Sorgen und bin Zuhause. Ich fühle mich in diesen Momenten vollkommen. Tanzen ist Erholung für Körper, Seele und Geist.«

»Beim Tanzen bekomme ich oft Gänsehaut, weil ich zusammen mit der Musik Gefühle verkörpern und diese nach außen tragen kann. Die Reihenfolge und Energie, die ich in eine Tanzsequenz reingestecke, kommen so nie wieder und sind einmalig.«

»Durchs Tanzen lerne ich viele Menschen kennen. Obwohl die Tanzszene so groß und international ist, fühle ich mich immer willkommen.«

»Einem Tanzpartner Raum geben und gleichzeitig bei ihr oder ihm sein, geht nur wenn man auch bei sich selbst ist. Es gibt sehr viele Parallelen zwischen Tanz und Beziehungen.«

»Ich glaube es war gut, dass ich oft so naiv war, sonst hätte ich die Tanzausbildung nicht gemacht und keine eigene Tanzschule gegründet. Ich sage immer, man muss es versuchen. Ich habe einfach gemacht!«

»Als Tänzerin oder als Tänzer stellst du dir immer die Frage, ob man gut genug ist. Du erhältst selten Lob, sondern mehr Kritik. Du musst lernen Kritik als Verbesserungsvorschläge zu betrachten. Das braucht Zeit und hat auch bei mir gedauert, bis ich das verstanden habe.«

»Als Kind habe ich immer angefangen zu tanzen, wenn mein Vater auf der Gitarre gespielt hat.«

»Durch den Tanz kann ich ausdrücken was ich im Leben durchlaufen habe. Tanz wurde immer weniger Form und zunehmend Ausdruck, ich lernte Körper und Geist immer mehr zu verbinden.«

»Ich finde das Miteinander im Tanz echt spannend und schön. Sensibilität mit mir und gleichzeitig mit anderen zu entwickeln.«

»Ich bin sehr ehrgeizig. Beim Tanzen will ich immer wieder über meinen Schatten springen und es ist toll zu sehen was in mir steckt. Das treibt mich an! Als Kind war ich sehr schüchtern. Durchs Tanzen habe ich zunehmend mehr Selbstbewusstsein erlangt.«

»Nach dem Training fühle ich mich immer besser und ich bin entspannter.«

»Mich körperlich zu verausgaben, zu konzentrieren und zu diziplinieren um tänzerisch weiter zu kommen, finde ich sehr erfüllend.«

»Ich habe es schon immer geliebt früh in den Club zu gehen, die leere Tanzfläche zu nutzen und mich von der Musik leiten zu lassen. Die Musik ist das was mich motiviert und irgendwas in meinem Körper hervorruft«